Foto Tipps die jeder Profi kennen sollte

Sonnenuntergang-im-Wald-mit-Moos-auf-Baumstamm

Damit sich deine Fotos von einem Schnappschuss unterscheiden und professionell wirken, solltest du als Fotografie interessierter nicht nur die Einstellungen der Kamera beherrschen. In diesem kurzen Artikel halte ich Tipps zur Fotografie fest die mir in meiner Laufbahn untergekommen sind. Viele dieser kleinen Kniffe hätte ich gerne zu Beginn der Fotografie gekannt. Das hätte mir einiges leichter gemacht und mein Weg zu professionell wirkenden Fotos wäre etwas kürzer gewesen. Aber man lernt ja immer gerne dazu. Daher freue ich mich, falls du noch Anregungen hast, mir diese in den Kommentaren zu hinterlassen. Dieser Artikel zu Foto Tipps wird in gewissen Abständen immer wieder von mir aktualisiert.

 

Ok legen wir los. Viel Spaß!

Tipps für bessere Fotos

  1. Große Blendenzahl (Geschlossene Blende) für mehr Tiefenschärfe
    Gerade in der Landschaftsfotografie möchte man eine durchgehende Schärfe im Bild haben. Das erreichst du indem du eine große Blendenzahl nimmst. Die Blende ist dann weiter geschlossen.
    Bei Werten von f8 – f11 erreichst du eine durchgehende Tiefenschärfe. Dabei zu beachten ist dass eine längere Belichtungszeit und / oder ein höhere Iso Wert nötig ist um das Bild richtig zu belichten. Vorsicht bei zu hohen Blendenzahlen kann es aufgrund der Lamellen zu einer Vignetierung kommen. Probiere da am besten aus wie das Ergebnis für dich passt.
  2. Fokussiere nach jeder Änderung des Bildausschnitts neu
    Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber mir passiert es auch noch häufig, dass ich einen Bildausschnitt wähle, mich dann eventuell umentscheide und etwas hineinzoome oder sonst den Ausschnitt verändere und dann vergesse erneut zu Fokussieren. Beachtet man diesen Schritt spart man sich ein zweites Foto mit richtigen Fokus.
  3. Wenn die Sonne lacht, nimm Blende acht (f8)
    Damit bei sehr hellen Lichtverhältnissen wie z.B. der Mittagssonne dein Bild nicht überbelichtet ist und somit deine hellen Bereiche vllt sogar ausgebrannt und nicht mehr zu retten sind, solltest du die Blende schließen. Alternativ kannst du auch mit einem ND-Filter bzw. einen Verlaufsfilter arbeiten. Oder alle drei Tipps kombinieren. Beachte auch hier die längere Belichtungszeit sowie evtl. höhere ISO Werte um das Bild richtig zu belichten.
  4. Bewegte Motive mit offener Blende fotografieren.
    Dieser tipp erklärt sich dadurch, dass durch eine offenere Blende die Belichtungszeit verkürzt werden kann und dein Motiv somit eingefroren wird. Mit langen Belichtungszeiten kommt es unter Umständen zur Bewegungsunschärfe deines Motivs.
  5. Nimm dir Zeit den “richtigen” Bildausschnitt zu wählen.
    Am Spot angekommen neigt man dazu einfach mal schnell den Auslöser zu drücken. Wenn du dir aber ein paar Minuten Zeit nimmst und sogar störende Elemente aus dem Ausschnitt entfernst oder etwas interessantes dort platzierst, wird dein Bild mit Sicherheit besser wirken. Achte aber darauf dass dein Bildaufbau nicht zu überladen ist oder dass Elemente die eigentlich eher Nebensache sind nicht vom Hauptmotiv ablenken.
  6. Vordergrund macht Bild gesund
    Das trifft meistens eher in der Landschaftsfotografie zu. Irgendetwas im Vordergrund zu haben ergänzt oftmals das Gesamtbild positiv. Äste, Steine, Blätter… sei kreativ!
  7. In RAW Fotografieren
    Deine Kamera unterstützt mit Sicherheit das RAW Format. Bilder die in diesem Format gespeichert werden, haben zwar eine viel höhere Dateigröße als jpg Dateien. Dafür kannst du aber in der Nachbearbeitung viel mehr aus den tiefen Bereichen herausholen. Ich habe bei meine Kamera die Option RAW+JPG gewählt. Dadurch werden beide Formate gespeichert und die allerbesten Aufnahmen kann ich dann im RAW Konverter bearbeiten. JPGs landen meistens unbearbeitet im Archiv.
  8. Zur richtigen Uhrzeit fotografieren – Goldene Stunde – Blaue Stunde
    In der prallen Mittagssonne zu fotografieren macht meistens wenig Spaß. Mal abgesehen davon dass es viel zu heiß ist, sind Kontraste nicht so schön wie zur Goldenen Stunde. Die Goldene Stunde ist jeweils morgens nach Sonnenaufgang und abends vor Sonnenuntergang. Diese Zeit ist etwa eine Stunde lang. Hier werden Schatten und Kontraste schön abgebildet und die Sonne lässt die Umgebung in den besten Farben erscheinen. Morgens vor Sonnenaufgang und abends nach Sonnenuntergang ist die blaue Stunde zu dieser zeit sind die Kontraste besonders schön weich. Da sich natürlich die Zeiten der Goldenen und blauen Stunde jeden Tag um ein paar Minuten verschieben, gibt es Apps mit denen man die Uhrzeiten bestimmen kann. Ich benutze dafür Photopills.
  9. ISO Werte gering halten
    Moderne Kameras haben zunehmend weniger Probleme mit hohen ISO Werten. Dennoch solltest du immer darauf achten mit niedrigen Werten zu arbeiten um das ISO Rauschen in deinem Bild gering zu halten. ISO Rauschen entsteht auch wenn du lange belichtest durch die Erwärmung des Sensors.
  10. Gehe rechtzeitig los!
    Wenn du einen bestimmten Ort hast an dem du Fotografieren möchtest, und der Weg dorthin länger dauert dann geh rechtzeitig los. Es passiert mir auch immer wieder, dass ich loshetze um Fotografieren zu gehen. Dabei sollte das doch Entspannung mit sich bringen 🙂
  11. Lass dich nicht vom “schlechten” Wetter abhalten
    Das passiert mir häufig. Gerade war es noch am Regnen aber kurz vor der Goldenen Stunde reißt der Himmel auf und das Naturschauspiel geht los und ich sitze zuhause weil es ja geregnet hat. Dabei macht man richtig gute Fotos gerade wenn die Wolkendecke aufreißt. Auch hier gilt rechtzeitig los zu gehen / Fahren und sich dem Wetter entsprechend zu kleiden. Die Ausrüstung vor Nässe schützen sollte man auch nicht vergessen. Diverse Wetter Apps im Auge zu behalten macht auch Sinn. Die App Regenradar z.B. zeigt Regenwolken in fast Echtzeit an.

 

Ich hoffe diese kleinen Tipps helfen dir bessere Fotos zu machen. Für Anregungen / Verbesserungen bin ich immer offen.

to be continued…